der Schummlauer

Die Elstraer Geschichten

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Die bekanntesten Ortschronisten von Elstra und seinen Ortsteilen

Der Heimat- und Geschichtsverein e. V. bereitet schon seit längerem eine noch nicht näher bestimmte Art der Erinnerung an bekannte Persönlichkeiten aus Elstra und seinen Ortsteilen vor. Im „Schummlauer“ des vergangenen Jahres wurde darüber bereits berichtet.

Heute soll es eine Erinnerung an die bekanntesten Ortschronisten geben. Die Ortschronisten und Geschichtsforscher sind in der Regel diejenigen, die sich intensiver mit der Geschichte eines Ortes befassen und somit für den Ort und seine Geschichtsschreibung unentbehrlich sind. Früher waren sie häufig auch Stadtschreiber, die ehrenamtlich oder sogar manchmal in größeren Orten hauptamtlich über einen gewissen Zeitraum das Zeitgeschehen dokumentierten. In kleineren Orten kann man unter den früheren Ortschronisten häufig Pfarrer und Lehrer finden. Sie galten als gelehrt und waren häufig sehr an Geschichte und Geschichten interessiert.

In Elstra und seinen Ortsteilen war dies nicht anders.

So gab es im 18. Jahrhundert Ephraim Gottfried Otto (verst. 1775). Er war, wie sollte es anders sein, Schulmeister und Stadtschreiber und verfasste die früheste Zusammenstellung zur Elstraer Geschichte.

Von 1783 bis 1792 war Christian Gottlieb Heydrich (geb. 1758) Pfarrer in Prietitz. Er verfasste eine Chronik (1794), aus der viele Daten zu Elstra und Prietitz übernommen wurden. Dokumentiert sind dadurch die frühesten Stadtbrände, Pestjahre und vieles zur Kirchengeschichte und den Pfarrern.

Kommen wir nun zu den Chronisten, die zumindest den Älteren gewiss noch bekannt sind.

Da finden wir Lotte Kronenberger (1890 bis 1980). Sie war Lehrerin und auch Gouvernante auf Rammenau, wohnte aber in Elstra. Ab 1961 war sie offiziell die Ortschronistin von Elstra. Ihre Verdienste liegen im Besonderen in der Dokumentation zeitgenössischer Ereignisse. Im Stadtarchiv Elstra finden wir etwa 30 Bände mit umfassenden Materialien.

Desweiteren sei Johannes Schierz (1901 bis 1981) genannt. Auch er war Lehrer (Prietitz und Elstra) und sogar Schulleiter in Elstra. Wohnhaft in Prietitz befasste er sich insbesondere mit der Ortsgeschichte von Prietitz. Ihm ist eine vielbändige Chronik zu Prietitz zu verdanken, die sich auch im Stadtarchiv Elstra befindet. Er veröffentlichte auch häufig Artikel in der Tagespresse.

Es sei auch an Arthur Mörbitz (1906 bis 1994) erinnert. Er war war Bürgermeister von Gödlau und hat in jahrelanger Fleißarbeit viel wertvolles Quellenmaterial zu Gödlau, Rauschwitz und Kindisch, aber auch zu Elstra zusammengetragen. Seine etwa 25 Bände umfassende Chronik liegt ebenfalls im Stadtarchiv Elstra.

In der jüngeren Zeit haben sich natürlich auch Personen mit der Geschichte von Elstra befasst und ihre Erinnerungen und Forschungsergebnisse in unterschiedlicher Form veröffentlicht. Meist sogar auf eigene Kosten. Hierzu zählen, um nur einige zu nennen, Rolf Mierisch, Heinz Günther und Dr. Gunter Kretzschmar, der lange Jahre dem heutigen Heimat- und Geschichtsverein e. V. vorstand. Aus seinem Buch „Zur Geschichte von Elstra und der umliegenden Orte“ aus dem Jahr 2008 sind die oben ausgeführten Informationen entnommen. Er ist auch der aktuelle Ortschronist von Elstra.