der Schummlauer

Die Elstraer Geschichten

Jetzt Quartal 2 / 2026 Downloaden!

Stadtschreibergeschichten

Wolkenloser Himmel und der Wind der schweigt

kaum zu glauben wie das Barometer steigt

Tja, liebe Leserinnen und Leser, dieser Text stammt aus dem Jahr 1968 (Quelle: Film „Heißer Sommer“). Scheinbar gab es doch auch früher schon heiße Sommer. Und da redete noch niemand vom menschengemachten Klimawandel. Jedoch bescherte uns das letzte Juniwochenende Rekordtemperaturen (auf meiner Terrasse – Südseite - waren es im Schatten 45 Grad) und jeder war froh, als endlich etwas Abkühlung eintrat. Der sogenannte Siebenschläfertag, der 27. Juni, war heiß. Nun warten wir ab, wie sich der weitere Sommer wettertechnisch gestalten wird. Den Schulkindern ist ein sommerlicher Sommer mit viel Sonne zu wünschen. Das Freibad in unserer Nachbargemeinde Burkau lockt viele Besucher an. Ich bin dort auch sehr gerne mit meinen Enkelkindern. Eine schöne Anlage, die von ambitionierten Ehrenamtlern betreut wird.

Da wären wir schon beim Ehrenamt und dass das Ehrenamt auch ab und zu geehrt wird. So in Elstra im Juni anlässlich des 150jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr. Das Festwochenende war mit vielen interessanten Programmpunkten gefüllt. Die Besucher konnten die Kameraden der FFW in Aktion erleben, das neue Feuerwehrfahrzeug bewundern und sogar mitfahren, eine liebevoll gestaltete Ausstellung besuchen und sogar am Sonntag eine interessante Variante des Märchens „Die goldene Gans“ erleben. Leider war an diesem Wochenende der Sommer noch nicht so ganz bereit, sich in seiner vollen sonnigen Schönheit zu zeigen, sondern schickte häufiger den Regengott vorbei. Das tat aber der Feierlaune keinen Abbruch. Etwas mehr zur Geschichte der FFW Elstra wird es in einem späteren „Schummlauer“ noch zu lesen geben.

Vor kurzem zog es mich bei meinen Wanderungen mal wieder in den Bauernbusch (Schanzenweg). Die Jungs vom Bauhof haben den Wanderweg wieder hergestellt, so dass man dort auch wieder schön laufen bzw. wandern kann und nicht aufs Feld ausweichen muss. Vielen Dank dafür!

Der Bau der neuen Arztpraxis im Hortgebäude am Grünen Weg ist auf den Weg gebracht. Es stehen 100 TEURO Fördermittel in Aussicht, die Baugenehmigung ist avisiert, so dass es losgehen kann. Der Baubeginn ist nach Informationen aus der Stadtverwaltung Anfang 2027 geplant und die feierliche Eröffnung für den Herbst im gleichen Jahr. Auch Parkmöglichkeiten sind vorgesehen. Das Ganze im Rahmen der Sanierung der Bahnhofstraße. Wie man sieht: auch hier bewegt sich was.

Der letzte Abschnitt des Glasfaserausbaus ist im vollen Gange. Ja, auch häufig zum Leidwesen aller. Lärm und auch mehrmalige Straßenöffnungen, möglicherweise auch unnötig, weil die Bauausführung zuvor mangelhaft war, lassen bei Vielen die Nerven blank liegen. Der Ausbau war nur noch in Gödlau gefördert. Nun erfolgt dieser wie es so schön heißt eigenwirtschaftlich durch die Firma Glasfaser+. Im Ergebnis haben wir aber dann eine 100%ige Versorgung mit Glasfaser, natürlich nur bei denjenigen, die es wollten. Nicht in jedes Grundstück wurden Anschlüsse verlegt.

Trotzdem sind wir damit im Vergleich mit anderen Gemeinden im Freistaat auf einem Spitzenplatz bei der Breitbandversorgung. Im Übrigen schneidet Elstra (natürlich incl. aller Ortsteile) in einem Vergleich zur Daseinsvorsorge (dazu zählen Infrastruktur incl. Verkehrsinfrastruktur, Bildung, Gesundheit) mit insgesamt rund 10.800 Städten und Gemeinden in Deutschland sehr gut ab. Wir rangieren auf Platz 1.340. Das ist doch mal eine super Nachricht, die ich Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, nicht vorenthalten möchte. Darauf können und sollten wir alle stolz sein.

Zum guten Schloss noch ein kleines Geschichtchen mit Geschmäckle. Die Stadt wird an der Leipsbergsiedlung die teurste Bushaltestelle ever errichten. Für sagenhafte 140 TEURO. Alle Vorschriften und Anforderungen an eine neu zu errichtende Haltestelle ließen nicht weniger Investitionsaufwand zu. Hätte das irgendwie vermieden werden können? Die Antwort lautet JA. Irgendein ganz Schlauer oder wer auch immer hat irgendwann einmal das vorhandene Bushaltestellenschild abgebaut, weggenommen...Würde es noch stehen wäre die Investition obsolet, da dann der sogenannte Bestandsschutz greifen würde. Den Anwohnern und besonders den Schulkindern der Leipsbergsiedlung sei die neue Bushaltestelle trotzdem gegönnt

Liebe Leserinnen und Leser, bleiben Sie mit mir weiter neugierig. Gern nehme ich Hinweise, aber auch Kritik Ihrerseits entgegen. Schließlich soll der „Schummlauer“ Sie weiterhin gut informieren. Neben kleinen Artikeln zur Geschichte soll hier auch die aktuelle Zeitgeschichte dokumentiert werden. Mit diesem Anspruch sind wir mit dem „Schummlauer“ vor inzwischen 6 Jahren ins Rennen gegangen.

Die (viel) Älteren werden sich noch an die „Elstraer Zeitung“ erinnern. Sie erschien von 1910 bis 1940 dreimal wöchentlich im Verlag bzw. in der Buchdruckerei Friedrich Kuske am Markt. Es erschienen nicht nur Nachrichten aus Elstra und Umgebung, sondern auch aus aller Welt. Diesen Anspruch haben wir mit dem „Schummlauer“ nicht. Uns geht es darum, 1x monatlich den Leserinnen und Lesern etwas Interessantes aus Elstra und Umgebung zu berichten und ab und zu auch mal in die Geschichte einzutauchen.

In diesem Sinne...

Kommen Sie gut über den Sommer, egal wie heiß er wird und vor allem bleiben Sie gesund!

Ihr Stadtschreiber