der Schummlauer

Die Elstraer Geschichten

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Anfrage: wer kennt die „Eulenburg“

Zwischen Kindisch und der heutigen Autobahn findet man die Ruine eines größeren Gebäudes mit massiven Granitmauern, im Volksmund „Eulenburg“ genannt. Dessen ursprünglicher Zweck scheint nirgends dokumentiert, der Name kommt wahrscheinlich von den Eulen, die gern in Ruinen nisten.

Da man in alten Zeiten abgelegene Gebäude nur errichtete, wenn es keine bessere Lösung gab, ist an ein Wirtschaftsgebäude zu denken. Mühle, Steinbruchgebäude oder Feldscheune scheiden aus, am wahrscheinlichsten ist ein Forsthaus. Da die herrschaftlichen Forsten teils weiter entfernt vom Rittergutshof lagen, baute man Forsthäuser gern dazwischen, aber so, dass sie gerade noch auf eigenem Grund und Boden lagen. Typisch um Elstra: FH Prietitz am Schwarzenberg (heute zu Talpenberg), FH Wohla (zu Dobrig an der Grenze zu Rehnsdorf). Nun hatte die Herrschaft Elstra reichlich Waldungen in Richtung Rammenau, so dass sie in dieser Richtung ein Forsthaus gehabt haben dürfte. Die massive Bauweise spricht auch dafür.

Mauerreste der Eulenburg

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